Agentur, Freelancer oder Baukasten? Entscheidungshilfe 2026.
Wenn Sie eine neue Website brauchen, haben Sie 2026 drei realistische Wege: Klassische Agentur, Freelancer oder Baukasten-Tool. Jeder hat eigene Kostenlogik, eigene Risiken, eigene ideale Kundentypen. Dieser Vergleich sagt ehrlich, wann welches Modell sinnvoll ist — und warum es dazwischen eine vierte Option gibt, die viele übersehen.
Die drei klassischen Wege im Überblick
| Modell | Preis | Dauer | Flexibilität |
|---|---|---|---|
| Baukasten | 10–30 €/Monat | Stunden bis Tage | Gering, Design-Grenzen |
| Freelancer | 500–4.000 € einmalig | 2–8 Wochen | Hoch, abhängig von Person |
| Agentur | 4.000–25.000 € | 2–6 Monate | Sehr hoch, volle Individualisierung |
Option 1: Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
Passt für: Hobby-Projekte, Privatpersonen, Vereine, kurzlebige Test-Seiten. Passt nicht für: Unternehmen, die Kunden überzeugen müssen.
Baukasten-Tools sind günstig (oft unter 30 Euro im Monat) und in wenigen Stunden online. Der Preis: Ihre Seite sieht aus wie tausend andere. Performance ist meistens schlecht (Lighthouse oft unter 60), SEO-Möglichkeiten begrenzt, Design-Templates erkennbar. Für ein echtes Geschäft ist das selten genug.
Versteckte Kosten: Die meisten Baukasten-Tools binden Sie für Jahre. 29 Euro pro Monat × 36 Monate = 1.044 Euro — plus keine Kontrolle über Ihre Daten, kein leichter Umzug, oft kein Quellcode.
Option 2: Freelancer
Passt für: Kleine Budgets mit klarem Scope, Projekte mit direktem Kontakt, erfahrene Besteller. Passt nicht für: Wer ausfallsichere Termine oder institutionelle Abrechnung braucht.
Ein Freelancer liefert individuelles Design zu einem Bruchteil des Agenturpreises — wenn Sie den richtigen finden. Die Spanne ist riesig: ein Berufsanfänger liefert Template-Anpassung, ein erfahrener Freelancer kann Agentur-Qualität. Das Problem: Kein Backup. Wenn der Freelancer krank wird oder das Interesse verliert, steht Ihr Projekt.
Das wichtigste Freelancer-Risiko: Ohne klaren Vertrag wird das Projekt schwammig. Stunden laufen hoch, Revisionen werden zum Streit. Festpreisvereinbarung ist Pflicht.
Option 3: Klassische Agentur
Passt für: Corporate-Auftritte, E-Commerce mit Integration in bestehende Systeme, internationale Projekte mit mehrsprachigen Anforderungen. Passt nicht für: KMU mit Standardbedarf und knappem Budget.
Agenturen bringen Team-Power: Strategen, Designer, Entwickler, Projektmanager. Das Ergebnis ist meistens hochwertig — aber mindestens 4.000 Euro aufwärts, oft fünfstellig. Die Abwicklung zieht sich: drei Monate sind normal, sechs Monate nicht ungewöhnlich. 30–50 Prozent Anzahlung sind Standard.
Das Agentur-Problem für KMU: Sie zahlen für Projektmanagement, Büromiete, Praktikanten und Overhead, nicht nur für das Ergebnis. Bei einer 4-seitigen Unternehmens-Website für einen Handwerker ist das oft unverhältnismäßig.
Die vierte Option: Festpreis-Studios
Festpreis-Studios wie ATLAS Webcraft kombinieren Agentur-Qualität mit Freelancer-Preisen und Baukasten-Tempo. 599 Euro Festpreis, 7 Werktage bis Live, ein Ansprechpartner, klarer Scope — die Mitte zwischen Überkorrekt und Unzulänglich.
Der Unterschied zu Agenturen: kein Team-Overhead, kein Projektmanagement-Layer, keine stundengebundene Abrechnung. Der Unterschied zu Freelancern: klarer Festpreis, schriftlicher Scope, professionelle Lieferkette auch bei Ausfall. Der Unterschied zu Baukasten: individuelles Design, volle Kontrolle über Code und Hosting.
Entscheidungsmatrix — welches Modell für Sie?
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Hobby, Verein, Test-Seite | Baukasten |
| Einzelunternehmer, klare Vision, Zeit für Abstimmung | Freelancer mit Festpreis |
| KMU, Website unter 10 Seiten, schneller Launch | Festpreis-Studio (z. B. ATLAS Webcraft) |
| Shop mit 200+ Produkten, Multi-Sprache, CRM-Integration | Agentur |
| Konzern, Investor-Pitch-fähig, Brand-Compliance | Premium-Agentur |
Entscheidungs-Checkliste vor der Beauftragung
- Scope auf einer Seite definieren. Wenn Sie das nicht können, wird jedes Modell teurer.
- Festpreis verlangen. Stundensatz-Modelle ohne Cap führen fast immer zu Budget-Überschreitung.
- Deadline schriftlich fixieren. Mündlich vereinbarte Launch-Termine verschieben sich mit 90 % Wahrscheinlichkeit.
- Eigentum klären. Wem gehört der Quellcode nach Launch? Bei Baukasten-Tools gehört er nie Ihnen.
- Hosting-Exit-Strategie. Wie kommen Sie aus dem Vertrag, wenn es nicht passt? Monatliche Kündbarkeit ist Gold wert.
Die beste Website ist die, die nach drei Jahren noch die richtige Entscheidung war.
Fazit
Die Wahl zwischen Agentur, Freelancer und Baukasten hängt nicht primär am Geld, sondern am Scope, am Tempo und an Ihrer Risikotoleranz. Für klassische KMU-Websites (3-10 Seiten, klarer Scope) sind Festpreis-Studios 2026 oft die wirtschaftlichste Antwort. Für komplexe Projekte bleibt die Agentur. Für Testen bleibt der Baukasten.
Wenn Sie unsicher sind: Schreiben Sie uns kurz, was Sie bauen wollen. Wir sagen ehrlich, ob ATLAS dazu passt — oder ob Sie besser zu einem anderen Modell greifen sollten.
Marlon Borz
Co-Founder ATLAS Webcraft. Seit 2023 im Webbusiness. Schreibt gelegentlich, baut ständig.