StartArbeitenPreiseProzess StudioJournalFAQ Projekt starten
BUSINESS · 12 MIN LESEZEIT

Agentur, Freelancer oder Baukasten? Entscheidungshilfe 2026.

Marlon Borz
Marlon Borz
18. April 2026
Sieben-Tage-Workflow im Studio

Wenn Sie eine neue Website brauchen, haben Sie 2026 drei realistische Wege: Klassische Agentur, Freelancer oder Baukasten-Tool. Jeder hat eigene Kostenlogik, eigene Risiken, eigene ideale Kundentypen. Dieser Vergleich sagt ehrlich, wann welches Modell sinnvoll ist — und warum es dazwischen eine vierte Option gibt, die viele übersehen.

Die drei klassischen Wege im Überblick

ModellPreisDauerFlexibilität
Baukasten10–30 €/MonatStunden bis TageGering, Design-Grenzen
Freelancer500–4.000 € einmalig2–8 WochenHoch, abhängig von Person
Agentur4.000–25.000 €2–6 MonateSehr hoch, volle Individualisierung

Option 1: Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)

Passt für: Hobby-Projekte, Privatpersonen, Vereine, kurzlebige Test-Seiten. Passt nicht für: Unternehmen, die Kunden überzeugen müssen.

Baukasten-Tools sind günstig (oft unter 30 Euro im Monat) und in wenigen Stunden online. Der Preis: Ihre Seite sieht aus wie tausend andere. Performance ist meistens schlecht (Lighthouse oft unter 60), SEO-Möglichkeiten begrenzt, Design-Templates erkennbar. Für ein echtes Geschäft ist das selten genug.

Versteckte Kosten: Die meisten Baukasten-Tools binden Sie für Jahre. 29 Euro pro Monat × 36 Monate = 1.044 Euro — plus keine Kontrolle über Ihre Daten, kein leichter Umzug, oft kein Quellcode.

Option 2: Freelancer

Passt für: Kleine Budgets mit klarem Scope, Projekte mit direktem Kontakt, erfahrene Besteller. Passt nicht für: Wer ausfallsichere Termine oder institutionelle Abrechnung braucht.

Ein Freelancer liefert individuelles Design zu einem Bruchteil des Agenturpreises — wenn Sie den richtigen finden. Die Spanne ist riesig: ein Berufsanfänger liefert Template-Anpassung, ein erfahrener Freelancer kann Agentur-Qualität. Das Problem: Kein Backup. Wenn der Freelancer krank wird oder das Interesse verliert, steht Ihr Projekt.

Das wichtigste Freelancer-Risiko: Ohne klaren Vertrag wird das Projekt schwammig. Stunden laufen hoch, Revisionen werden zum Streit. Festpreisvereinbarung ist Pflicht.

Option 3: Klassische Agentur

Passt für: Corporate-Auftritte, E-Commerce mit Integration in bestehende Systeme, internationale Projekte mit mehrsprachigen Anforderungen. Passt nicht für: KMU mit Standardbedarf und knappem Budget.

Agenturen bringen Team-Power: Strategen, Designer, Entwickler, Projektmanager. Das Ergebnis ist meistens hochwertig — aber mindestens 4.000 Euro aufwärts, oft fünfstellig. Die Abwicklung zieht sich: drei Monate sind normal, sechs Monate nicht ungewöhnlich. 30–50 Prozent Anzahlung sind Standard.

Das Agentur-Problem für KMU: Sie zahlen für Projektmanagement, Büromiete, Praktikanten und Overhead, nicht nur für das Ergebnis. Bei einer 4-seitigen Unternehmens-Website für einen Handwerker ist das oft unverhältnismäßig.

Die vierte Option: Festpreis-Studios

⚡ Der vergessene Mittelweg

Festpreis-Studios wie ATLAS Webcraft kombinieren Agentur-Qualität mit Freelancer-Preisen und Baukasten-Tempo. 599 Euro Festpreis, 7 Werktage bis Live, ein Ansprechpartner, klarer Scope — die Mitte zwischen Überkorrekt und Unzulänglich.

Der Unterschied zu Agenturen: kein Team-Overhead, kein Projektmanagement-Layer, keine stundengebundene Abrechnung. Der Unterschied zu Freelancern: klarer Festpreis, schriftlicher Scope, professionelle Lieferkette auch bei Ausfall. Der Unterschied zu Baukasten: individuelles Design, volle Kontrolle über Code und Hosting.

Entscheidungsmatrix — welches Modell für Sie?

Ihre SituationEmpfehlung
Hobby, Verein, Test-SeiteBaukasten
Einzelunternehmer, klare Vision, Zeit für AbstimmungFreelancer mit Festpreis
KMU, Website unter 10 Seiten, schneller LaunchFestpreis-Studio (z. B. ATLAS Webcraft)
Shop mit 200+ Produkten, Multi-Sprache, CRM-IntegrationAgentur
Konzern, Investor-Pitch-fähig, Brand-CompliancePremium-Agentur

Entscheidungs-Checkliste vor der Beauftragung

  1. Scope auf einer Seite definieren. Wenn Sie das nicht können, wird jedes Modell teurer.
  2. Festpreis verlangen. Stundensatz-Modelle ohne Cap führen fast immer zu Budget-Überschreitung.
  3. Deadline schriftlich fixieren. Mündlich vereinbarte Launch-Termine verschieben sich mit 90 % Wahrscheinlichkeit.
  4. Eigentum klären. Wem gehört der Quellcode nach Launch? Bei Baukasten-Tools gehört er nie Ihnen.
  5. Hosting-Exit-Strategie. Wie kommen Sie aus dem Vertrag, wenn es nicht passt? Monatliche Kündbarkeit ist Gold wert.
Die beste Website ist die, die nach drei Jahren noch die richtige Entscheidung war.
— Atlas Studio, Leitprinzip

Fazit

Die Wahl zwischen Agentur, Freelancer und Baukasten hängt nicht primär am Geld, sondern am Scope, am Tempo und an Ihrer Risikotoleranz. Für klassische KMU-Websites (3-10 Seiten, klarer Scope) sind Festpreis-Studios 2026 oft die wirtschaftlichste Antwort. Für komplexe Projekte bleibt die Agentur. Für Testen bleibt der Baukasten.

Wenn Sie unsicher sind: Schreiben Sie uns kurz, was Sie bauen wollen. Wir sagen ehrlich, ob ATLAS dazu passt — oder ob Sie besser zu einem anderen Modell greifen sollten.

Marlon Borz
Über den Autor

Marlon Borz

Co-Founder ATLAS Webcraft. Seit 2023 im Webbusiness. Schreibt gelegentlich, baut ständig.

Weiter im Journal
Webdesign-Kosten 2026: Der komplette Guide →
arrow_forward